Das Auge ist ein Sinnesorgan, das uns das Sehen ermöglicht. Es wandelt Lichtstrahlen in „elektrische" Signale um, die vom Gehirn verarbeitet und in Bilder umgewandelt werden können. Wie geht das genau vor sich und wann benötigen Sie eine Korrektur?
- Das Funktionsprinzip des Auges
- Kurzsichtigkeit
- Weitsichtigkeit
- Zylinderabweichungen
- Altersbedingte Weitsichtigkeit

Das Funktionsprinzip des Auges
Das Auge besteht aus verschiedenen Teilen mit jeweils einer eigenen spezifischen Aufgabe, die alle gemeinsam für unsere Sehfähigkeit sorgen.
Das ins Auge eindringende Licht passiert zunächst die Hornhaut. Die durchsichtige Hornhaut sorgt für die Brechung der einfallenden Strahlen. Über die Pupille gelangt das Licht ins Augeninnere. Im Anschluss an die natürliche Linse, die die Lichtbrechung weiter verfeinert, treffen die Lichtbündel auf die Netzhaut auf. Die Netzhaut besteht aus lichtempfindlichen Zellen zur Umwandlung des Lichts in „elektrische Signale”, die dann über den Augennerv zum Gehirn weiter geleitet werden. Das Bild wird wahrgenommen.
Wenn die Stärke der Hornhaut und die Augenlinse in keinem guten Verhältnis zur Länge des Augapfels stehen, kann dadurch eine unscharfe Abbildung auf der Netzhaut entstehen. Hierbei handelt es sich dann um eine Brechungsabweichung oder Refraktionsabweichung. Die Abweichung kann mit hilfe einer Brille, mit Kontaktlinsen oder durch Refraktionschirurgie korrigiert werden.
Kurzsichtigkeit
Bei Kurzsichtigkeit sieht man alles scharf, was sich in der Nähe befindet, in der Ferne jedoch unscharf. Das liegt daran, dass die Lichtbündel vor der Netzhaut und nicht auf der Netzhaut zusammentreffen. Auf diese Weise entsteht ein unscharfes Bild.

Mit Minus- oder Hohlgläsern lässt sich Kurzsichtigkeit korrigieren. Der Punkt, an dem die Lichtbündel aufeinandertreffen, wird bis auf die Netzhaut zurückverlegt. Dadurch entsteht wieder ein scharfes Bild. Kurzsichtige, die nicht auf Brillen oder Kontaktlinsen angewiesen sein möchten, können sich eine Artisan oder Artiflex - Linse implantieren lassen.
Weitsichtigkeit
Bei Weitsichtigkeit ist das Sehvermögen in der Ferne scharf, während das Bild in der Nähe an Schärfe verliert. Das liegt daran, dass die Lichtbündel aus nah gelegenen Quellen hinter der Netzhaut und nicht auf der Netzhaut zusammentreffen. Auf diese Weise entsteht ein unscharfes Bild.

Mit konvexen Brillengläsern (im Plusbereich) lässt sich die Weitsichtigkeit korrigieren. Der Punkt, an dem die Lichtbündel aufeinandertreffen, wird bis auf die Netzhaut vorverlegt. Dadurch entsteht wieder ein scharfes Bild. Weitsichtige, die nicht auf Brillen oder Kontaktlinsen angewiesen sein möchten, können sich eine Artisan - Linse implantieren lassen.
Zylinderabweichung
Bei einer Zylinderabweichung bricht die Hornhaut das einfallende Licht nicht in allen Richtungen in gleicher Weise. Auf diese Weise entsteht ein unscharfes Bild.

Das liegt daran, dass die Hornhaut keine ganz gleichmäßige Kugelform hat. In die eine Richtung ist sie stärker gekrümmt als in die andere Richtung (wie ein Rugby-Ball).
Zylinderabweichungen kommen häufig in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit vor. Artisan und Artiflex - Linsen sind mit einer Zylinderkorrektur erhältlich.
Die altersbedingte Weitsichtigkeit
Mit zunehmendem Alter nimmt die Akkommodationsfähigkeit (das Scharfstellen) der Augen ab. Die natürliche Linse kann sich nicht mehr gut genug krümmen, um die Bilder im Nahbereich scharf zu stellen. Die altersbedingte Weitsichtigkeit lässt sich mit einer Lesebrille korrigieren. Die Artisan und Artiflex - Linsen bieten keine Lösung für die altersbedingte Weitsichtigkeit. Auch Laserbehandlungen schaffen hier keine Abhilfe.










